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Prix de la Chambre de Commerce pour la meilleure thèse 2015/2016
eufom Bachelor- und Master-Absolventen von der Luxemburger
Handelskammer ausgezeichnet


Luxemburg, 8. November 2016. Anlässlich der diesjährigen feierlichen Verabschiedung der Bachelor- und Master-Absolventen der eufom University wurden Alexander Fey und Peter Koster von der Chambre de Commerce mit Preisen für die besten Bachelor- und Master-Abschlussarbeiten geehrt.

Marc Wagener, Directeur Affaires économiques bei der Chambre de Commerce du Grand-Duché de Luxembourg, gratulierte den Preis-trägern Alexander Fey (Bachelor) sowie Peter Koster (Master). Mit dem „Prix de la Chambre de Commerce pour la meilleure thèse“ verfolge die luxemburgische Handelskammer zwei Ziele, so Wagener in seiner Ansprache an die zahlreichen Studierenden und Gäste: "Die Auszeichnungen honorieren zum einen exzellente Abschlussarbeiten, die einen hohen theoretischen Anspruch mit einer ausge-prägten Praxisnähe verbinden - zwei zentrale Qualitätsmesslatten für ein berufsbegleitendes Studium. Zum anderen dokumentieren sie die erfolgreiche Partnerschaft der Handelskammer mit der eufom University, die sich nun nahtlos mit der ISEC Hochschule der Wirt-schaft fortsetzen wird. Als Hochschule des luxemburgischen Patronats wird die ISEC von der Chambre de Commerce und der Chambre des Métiers getragen." Auch in Zukunft sollen die besten Abschlussarbeiten von eufom und ISEC Absolventen mit Preisen der Chambre de Commerce gewürdigt werden.

Preisträger 2015/16
von links nach rechts: Marc Wagener, Mitglied des Direktoriums der Chambre de Commerce, Alexander Fey (Bachelor), Peter Koster MBA (Master) und
Prof. André Reuter, Rektor der ISEC Hochschule der Wirtschaft

Prof. Reuter, Gründungsrektor der eufom wie auch der ISEC ist stolz auf „seine“ Preisträger: "Gute Abschlussarbeiten beschäftigen sich nicht mit Problemen, sondern brechen lösungsfokussiert aus dem gewohnten Denken ab, um neue Ideen zu entwickeln und umzu-setzen. Genau diese Messlatte eigenständigen und selbstbestimmten Denkens und Handelns legen wir an unsere Bachelor- und Master-Absolventen an."

Die Preisträger Peter Koster und Alexander Fey
Die Preisträger Peter Koster und Alexander Fey

Quantenteilchen der Ökonomie
Alexander Fey hat in seiner von Professor Thomas Gergen betreuten Bachelor-Arbeit ein grundlegendes Thema aus dem Forschungsbereich der Immateriellen Wirtschafts-güter behandelt. Mit hohem Engagement und Akribie gelingt es Fey in seiner Studie: "Warum Immaterielle Wirtschaftsgüter und Intellectual Property die Quantenteilchen der Ökonomie sind" rechtsvergleichend nachzuweisen, warum Reformen insbesondere im Urheberrecht sehr komplex und schwierig sind und mithin dem Marktgeschehen nicht selten hinterherhinken. Dabei bezieht er ethische und soziale Aspekte ein und schlägt vor, Lösungsansätze wie etwa für konkrete Fälle ein "Supra-Eigentum des Staates" in die Praxis umzusetzen.

Fey schlägt den Bogen zur Fondsindustrie in Luxemburg und erfüllt somit die Forde-rung nach einem unmittelbaren Praxisbezug. Die Fondsindustrie ist ein wichtiges Standbein der Luxemburgischen Wirtschaft und benötigt nicht nur eine Fonds-freundliche Steuergesetzgebung und wirtschaftliche Anreize zur Ansiedlung Know-How-trächtiger Unternehmen, sondern vor allem geeignete Konzepte und Verfahren der Bewertung ihrer Produkte und Dienstleistungen.
Für eine korrekte Evaluierung nach Markt(lage) oder gar Kulturkreis müssen Fonds differenzierte Bewertungen erhalten können, was derzeit allerdings auf juristische Hürden stösst.

Dazu Prof. Gergen: "Alexander Fey ist eine weitblickende und mutige Studie mit angewandter interdisziplinärer Forschung geglückt, die in Kürze in der EIKV-Schriftenreihe erscheinen wird."

Luxemburg: Plattform für die Flugzeugtriebwerksindustrie
Der Preis für die beste Master-Arbeit geht an Peter Koster. Unter der Überschrift "Luxembourg as an aspiring platform for the aircraft engines industry" erarbeitet Koster eine umfassende Darstellung der heutigen Luftfahrtindustrie und insbesondere der Flugzeugtrieb-werksbranche. Ihm gelingt es in seiner von Prof. Reuter betreuten Master-Thesis ein auch für Nichtfachleute tiefer gehendes Verständ-nis dafür zu gewährleisten, welche Potenziale in Luxemburg vorhanden sind und wie diese gezielt mobilisiert werden können.

Die von Koster vorgeschlagenen Modelle kombinieren zwei wichtige Aspekte. Erstens eine modellhafte dynamische Industrie, die sich durch unvollkommene Konkurrenz und eine hohe Anzahl atomistischer Ouputmärkte auszeichnet, in denen die Akteure in teils isolier-ten Segmenten unterschiedlicher Größe und Bedeutung operieren und dabei sehr heterogene stochastische Produktivitäten aufweisen. Zweitens ein aktives Marktumfeld für die Inputs der Leistungs- und Wertschöpfungsketten, hier die Flugzeugmotoren, die gemietet, überholt, gelagert und finanziert werden müssen.

Peter Koster: "Um ein reibungsloses Funktionieren eines innovativen Marktes in Luxemburg zu gewährleisten, wird es in einem ersten Schritt notwendig sein, die Transaktionskosten für Leasingverträge, den Weiterverkauf, die Betriebskosten sowie für die Bereitstellung der geforderten Kompetenzen auf den Prüfstand zu stellen und international vergleichbar zu machen. In den letzten Jahren haben führende Player des internationalen Leasingmarktes ihre Zelte in Dublin oder Shannon aufgeschlagen. Dabei war das nachhaltige Potenzial eines dedizierten Marktes für Motorenleasing deutlich zu erkennen. Was hat Irland, was Luxemburg nicht auch hätte, bzw. kurzfristig haben könnte? Könnte Luxemburg nicht zum Irland des Triebwerksleasings werden?“

Für Koster besteht kein Zweifel daran, dass Motoren-Leasing ein hochspannendes Geschäft mit einem riesigen ökonomischen Potenzial ist, geprägt von einem ständig wachsenden Wettbewerb, immer härteren regulatorischen Vorgaben und der Suche nach absoluter Qualität." Dem stimmt Prof. Reuter zu: "Triebwerke verlieren wesentlich langsamer an Wert als Flugzeuge selbst. Sie sind daher als langfristige Vermögenswerte zu betrachten. Wenn es gelingt, die richtigen Rahmenbedingungen in Luxemburg zu schaffen, wird dies erhebliche positive Auswirkungen für das Großherzogtum und die Großregion haben. Die Thesis von Peter Koster befasst sich mithin mit einer wichtigen aktuellen Problemstellung, die Koster sehr fundiert behandelt und um wertvolle eigene Vorschlägen ergänzt."

Die Master-Arbeit von Peter Koster ist als Band 13 der EIKV-Schriftenreihe erschienen und kann kostenfrei durck Klicken auf die Band-Nummer heruntergeladen werden.



afr/11.2016


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