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Semestereröffnung an der ISEC Hochschule der Wirtschaft
Neue staatlich anerkannte und akkreditierte Hochschule startet Vorlesungsbetrieb in Luxemburg



Luxemburg, den 19. August 2016

Am 15. September 2016 startete die private staatlich anerkannte und akkreditierte luxemburgische „ISEC Hochschule der Wirtschaft (ISEC-HdW)“ ihren regulären Vorlesungsbetrieb. Dazu hatte das "Institut supérieur de l'économie", so der offizielle Name der neuen Hochschule, die Erstsemestler der Bachelor- und Master-Studiengänge "Business Administration" zur feierlichen Semestereröffnung ins Konferenzzentrum der Handelskammer auf dem Kirchberg eingeladen.

Semestereröfnung
Bachelor- und Masterstudenten der ISEC mit ihren Betreuern



Luc Henzig, Mitglied des Direktoriums der Chambre de Commerce, begrüßte die zahlreich erschienenen Studierenden, Dozenten und Professoren und beglückwünschte die Kommilitoninnen und Kommilitonen zur Entscheidung, ihr Management-Studium an der ISEC Hochschule der Wirtschaft in Luxemburg aufzunehmen.

Getragen vom luxemburgischen Patronat, der Handelskammer und der Handwerks-kammer verfolgt die ISEC nach Angaben von Henzig das Ziel, die Wertschöpfungs-kette der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Luxemburg und der Großregion durch ein praxis-orientiertes international anerkanntes tertiäres Bildungsangebot mit starker theoretischer Fundierung auszubauen und zu vervollständigen. Dabei habe die ISEC sich gezielt auf ausbildungs- und berufsbegleitende Studiengänge und -programme spezialisiert.

Im Job ist der Druck, dranzubleiben, sich zu verbessern und in Neues einzuarbeiten, nicht selten groß. Angesprochen sind mithin alle Studieninteressierten, die in Aus-bildung oder Beruf stehen und sich nachhaltig berufsbezogen ebenso wie persönlich weiterqualifizieren wollen.

Dazu Luc Henzig: "Die ISEC bietet ihnen die Chance, auch dann einen international anerkannten akademischen Abschluss zu erreichen, wenn eine Auszeit für ein Vollzeit-studium aus finanziellen oder anderen Gründen nicht gewollt oder nicht möglich ist". Darüber hinaus gewährleistet die Anerkennung beruflicher Kompetenzen mittels VAE (Validation des Acquis de l'Expérience) den Zugang zum Studium an der ISEC, auch wenn kein Abitur bzw. keine Fachhochschulreife vorhanden ist.

Viele Gründe und Überlegungen sprechen mithin für ein berufsbegleitendes Studium, zumal ein akademischer Abschluss generell bessere Entwicklungs- und Karriere-chancen eröffnet.
Anforderungen ändern sich immer schneller
Genau das sei der Punkt und es komme darauf an, diese Chancen zu erkennen und wahrzunehmen, betonte Prof. André Reuter, der als Gründungsrektor der ISEC-HdW durch den Abend führte: "Auf der Höhe der Zeit zu bleiben ist eine der wesentlichen Herausforderun-gen an den Berufstätigen von morgen, denn die Bedingungen am Arbeitsplatz ändern sich immer schneller."

In den letzten 20 Jahren habe sich der Anteil der Produktionsfaktoren Information und Wissen an der unternehmerischen und volks-wirtschaftlichen Wertschöpfung verzehnfacht. Reuter weiter: "Jede Minute entsteht eine neue chemische Formel, alle drei Minuten wird ein neuer physikalischer Zusammenhang entdeckt und alle fünf Minuten gewinnen wir eine neue medizinische Erkenntnis". Kein Wun-der, dass wettbewerbsrelevantes Wissen sich bei diesem Entwicklungstempo nicht nur alle fünf Jahre verdoppelt, sondern zudem eine sich drastisch reduzierende Halbwertzeit hat.

Prof. Dr. André Reuter
Prof. Dr. André Reuter, Rektor der ISEC HdW

Mehr noch, die aufkommende Informations- und Wissensgesellschaft ist global, mobil, intensiv vernetzt, zunehmend virtuell und sie bevorzugt immaterielle Güter. Damit entsteht ein neuer Typus von Gesellschafts- und Geschäftsmodellen, die Denken und Handeln in virtuellen Räumen und Netzwerken zwingend voraussetzen.

Die Wertetreiber der Informations- und Wissensgesellschaft sind darüber hinaus im Gegensatz zu den heute bekannten Produktions-, Wettbewerbs- und Differenzierungs-faktoren weder tangibel noch statisch.

Dem tragen die berufsbegleitenden universitären Bachelor- und Masterstudiengänge der ISEC Hochschule der Wirtschaft Rechnung. Sie sind optimal auf die besonderen Bedürfnisse von Bildungsinteressierten zugeschnitten, die bereits im Berufsleben stehen und sich nebenberuflich weiterbilden möchten, und eignen sich als berufs-integrierte duale Studienprogramme ebenso für Berufseinsteiger, die parallel zur ihrer beruflichen Ausbildung ein Studium aufnehmen wollen.

Früher war Weiterbildung eher die Kür, heute ist sie die Pflicht
In beiden Fällen profitieren die Studierenden der ISEC von der unmittelbaren Verknüpfung von wissenschaftlicher Theorie und unter-nehmerischer Praxis. Dabei behalten sie ihre finanzielle Unabhängigkeit, da sie Gehalt bzw. Ausbildungsvergütungen weiter beziehen. Und nach dem Studium verfügen sie nicht nur über einen international anerkannten Studienabschluss, sondern auch über weiter-gehende Berufserfahrung. Zum Teil übernehmen Arbeitgeber sogar die Studiengebühren für die europäisch ausgerichtete genera-listische Management-Ausbildung.

Die ISEC, so der Rektor in seinem programmatischen Exposé, "macht nicht das Lernen, sondern vielmehr Prozesse des Verstehens, Generierens und Akkumulierens von Kompetenzen und Wissen zum Gegenstand ihres Bildungsangebots". Lernen habe weniger mit Memorieren als mit Transformieren zu tun. Die ISEC-HdW verstehe daher Lernen als konstruktives persönliches Verarbeiten von Informationen und Erfahrungen zu erlebten und gelebten Einsichten und Kompetenzen.

Die Curricula der ISEC-HdW orientieren sich an den Anforderungen innovativer Unternehmen und bereiten gezielt auf den Arbeitsmarkt von morgen vor. Aufbauend auf einem bewährten Mix aus Vorlesungen, Seminaren, Propädeutika und Projektarbeiten individuell und in kleinen Gruppen) fördert die enge Verzahnung von Theorie und Praxis erweiterte Fach-, Methoden- und Marktkompetenzen, die zu anspruchsvoller beruflicher Tätigkeit qualifizieren.

Obligatorische Soziale Kompetenz
Die neue Hochschule des luxemburgischen Patronats investiert nach Angaben ihres Rektors als University of Applied Sciences gezielt in den Führungsnachwuchs und legt dabei großen Wert auf Networking als obligatorische Soziale Kompetenz. Die ISEC pflegt nachhaltige Kooperationen mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft, organisiert u.a. mit ihrer Konferenzreihe „University meets Business“ fachlich und gesellschaftlich anerkannte Networking-Events und unterhält eigene Netzwerkgruppen in internationalen sozialen Netzwerken wie z.B. LinkedIn.

Des Weiteren bietet die ISEC-HdW Studierenden unterschiedliche Mentoring-Opportunitäten durch erfahrene Alumni sowie Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft. Sie fördern den Informations- und Wissenstransfer zwischen Erfahrenen und weniger Erfahrenen, helfen neue Kompetenzen zu entdecken und aufzubauen, sind bei der Integration in die universitäre Wissens- und Werte-Gemeinschaft behilflich und gewährleisten den „Mentees“ so individuelle Unterstützung für ihr Studium und ihre Karriere.

Das Rektorat der ISEC Hochschule der Wirtschaft
Vier erfahrene Universitätsprofessoren, die an bekannten deutschen, französischen und amerikanischen Hochschulen unterrichtet und geforscht haben, bilden das Rektorat der neuen luxemburgischen Hochschule. Drei davon sind luxemburgische Wissenschaftler mit langjähriger Berufspraxis in verschiedenen Branchen der Privatwirtschaft. Als Rektorin bzw. Rektor und als Prorektorinnen bzw. Prorektoren wählbar sind Professorinnen und Professoren von Universitäten des In- und Auslandes.

Prof. Dr. André Reuter Prof. Dr. Marc Ant Prof. Dr. Peter Lang Prof. Dr. Kurt Reding

Dem ISEC-Rektorat gehören an (von links nach rechts): Prof. André Reuter, Rektor, Prof. Marc Ant, Prorektor "Lehre & Innovation", Prof. Peter Lang, Prorektor "Internationales & Kooperationen" sowie Prof. Kurt Reding, Prorektor "Forschung & Qualitätssicherung".

Das Rektorat führt die Geschäfte der Hochschule und ist insbesondere zuständig für die Vertretung der Hochschule nach aussen und ihre Beteiligung in nationalen sowie in internationalen akademischen Hochschulgremien. Auf der Basis der Vorgaben des Europäischen Hochschulraums (EHR) und der europaweit anerkannten Bologna-Prozesse achtet das Rektorat auf eine transparente Trennung von Akademie und Verwaltung und regelt den Dozenteneinsatz, den Zugang zum Studium, den Erwerb bzw. den Entzug von Graden und Titeln sowie die Konzeption und die Entwicklung der Curricula.

Was tun wir hier? Wir lehren, wir betreiben Pädagogik
"Auch ich darf Sie recht herzlich als für die Lehre zuständiger Vize-Rektor zu Ihrem Studienanfang an der neugegründeten ISEC begrüßen", freute sich sichtlich Prof. Ant und weiter "Sie haben beschlossen, Ihrer beruflichen und auch Ihrer persönlichen Karriere und Weiterentwicklung einen neuen Impuls zu verleihen, indem Sie wiederum die Schulbank, oder wie man heute sagt, die Seminarbank drücken, genauso wie es heute auch 50.000 Schulkinder in Luxemburg getan haben." Die Studierenden sollten allerdings keine Schlussfolgerungen aus dieser Aussage ziehen – es handele sich lediglich um eine Korrelation und nicht um eine Kausalität.

"Was soll ich Ihnen mit auf den Weg geben: Leidensfähigkeit, Sitzfleisch, einen neuen Bürostuhl; aber nein, ich gebe ihnen mit auf den Weg, dass Sie eine Passion für das entwickeln, was Sie hier tun. Sie müssen sich für ihr Studium begeistern. Es muss während den nächsten Jahren ein Teil ihrer selbst werden. Sie müssen selbst etwas daraus machen und nicht nur auf mundgerechte und vorgekaute Mahlzeiten warten".

Prof. Dr. Marc Ant
Prof. Dr. Marc Ant, Prorektor "Lehre & Innovation"
Keine vorgekauten mundgerechte Mahlzeiten
"Ich gebe ihnen auch mit auf den Weg, dass Ihr Umfeld, Ihre Familie, Ihr Freundes-kreis, Ihr Hund Sie unterstützen sollten – insbesondere, um in der Gegend der Klau-suren Ihre schlechten Launen zu ertragen", mahnte der Prorektor.

Ausdauer sei gefragt. "Sie bereiten sich auf einen Marathon vor und nicht auf viele kurze Sprints".

Marc Ant betonte weiter, dass die ISEC Teil eines unfassenden Gesamtkonzepts der Kammern und Verbände sei, die das gemeinsame Ziel verfolgen, moderne Strukturen aufzubauen und interessante Programme anzubieten, um den Arbeitnehmern in Luxemburg ein systematisches, berufsbezogenes und praktisches Aus- und Weiter-bildungsangebot auf allen Ebenen des europäischen Qualifikationsrahmens anzubieten.
Der altgriechische Paidagogos war der Sklave, der ursprünglich die Knaben der reichen griechischen Familien auf dem Schulweg begleitete. Später war er allgemein für die Bildung zuständig. Wir sprechen von Education oder Education.

ex-ducere - führen und herausführen
Aus dem lateinischen "ex-ducere, führen und herausführen" kommend, steht der angelsächsische Begriff "education" auch für das Handeln einer Hebamme: "auf die Welt setzen".

Marc Ant weiter: "Genau das ist unser Anliegen. Wir führen Sie aus einem bestimmten Dasein heraus und leiten sie hin zu einem neuen Dasein. Es handelt sich um einen Prozess und gleichzeitig um das Resultat, eine Person zu formen, zu bilden, zu verändern, und zwar sowohl auf einer intellektuellen und ethischen als auch auf einer persönlichen Ebene."

Die ISEC verfolgt den konstruktivistischen Ansatz, ein gemeinsames Lernerlebnis zu gestalten, bei dem nicht nur Wissen vermittelt wird, sondern Kompetenzen eingeübt und Einstellungen verfeinert werden. Zusammen mit ihren Dozenten werden die Studenten eigene Bedeutungen für die Dinge ausarbeiten, ein gemeinsames Verständnis generieren und neue Wege beschreiten. Sie sind auf-gefordert, selbst zu denken, und ihr Denken zu systematisieren. Dazu der Prorektor: "Die ISEC, Ihre Dozenten und Ihr Studium sind Instrumente, die Ihnen für Ihre eigene Neukonstruktion zur Verfügung stehen, nutzen Sie uns aus." Vor den Lernerfolg hätten die Götter den Fleiß gesetzt. Trotz all der schönen pädagogischen Rhetorik kommt der Lernerfolg in der Tat nicht von alleine, nicht von den Dozenten, nicht von der ISEC, sondern nur von den Studierenden selbst.

Testimonials von Bachelor-
und Master-Studenten

Nicole Fraken und Laura Reinert für die Bachelor sowie Peter Koster für die Master stimmten die Erstsemestler auf das ein, was sie im Studium an der ISEC erwarten wird. Dabei stießen insbesondere ihre per-sönlichen Eindrücke und Erfahrungen mit der Dreifachbelastung aufgrund berufli-cher Tätigkeit, universitärem Studium und privatem "Rest-"leben bei den neuen Studenten auf großes Interesse. Nicole Franken: "Es ist manchmal hart, aber ins-gesamt ist es gut zu schaffen", "zumal die Dozenten uns jederzeit optimal unter-stützen", ergänzt Laura Reinert.
Nicole Franken, Laura Reinert Peter Koster

Nicole und Laura berichteten über die Herausforderung, als Student bei einer "University meets Business"-Konferenz vor großem Publikum einen Vortrag zu halten oder wie sie beide, eine gesamte Veranstaltung inklusive Diskussionsrunde mit ausgewiesenen Exper-ten zu moderieren. Ihr Fazit: "Eine außergewöhnliche Chance, die andere Hochschulen so nicht bieten und die uns sowohl fachlich als auch persönlich ein gutes Stück weitergebracht hat."

Peter Koster, Master-Absolvent, der aufgrund seines bisherigen beruflichen Parcours etwas älter als der durchschnittliche ISEC-Student ist, zeichnete seinen Werdegang nach und erläuterte in seinem englischen Testimonial, warum seine umfassenden Fach-, Markt- und Lösungskompetenzen, die er in verschiedenen Unternehmen und Ebenen der Luftfahrtindustrie gesammelt hatte, in ihm den Wunsch nach einer nachhaltigen theoretischen Fundierung reifen ließen. Diese setze eine systematische Klärung wichtiger Begriffe und Zusam-menhänge des Diskursbereichs voraus, um eine ziel- und aufgabenadäquate Verortung des relevanten Informations- und Wissens-transfers wirksam zu unterstützen. Genau an dieser Stelle biete der pädagogische Ansatz der Hochschule mit seinen Gruppenarbeiten, Assignments und Live-Präsentationen hervorragende Interaktionsmöglichkeiten zwischen den Studierenden unterschiedlicher beruf-licher Ausrichtungen einerseits und mit den Dozenten andererseits. Sein Fazit: "Es hat sich für mich in hohen Maße persönlich und beruflich gelohnt und ich kann Ihnen alle nur raten, die Herausforderung, der Sie sich mit Ihrer Immatrikulation an der ISEC stellen, bewusst anzunehmen und sich unbeirrt Schritt für Schritt zum Abschluss durchzuarbeiten. Sie werden es nicht bereuen."

Im Anschluss an die Testimonials der Studierenden stellte Françoise Droulans den neuen Online Campus der ISEC vor. Sie erläuterte die Funktionalitäten der eigens für den Einsatz bei der ISEC entwickelten Software, die nicht nur über einen Download-Bereich für Studienmaterialien und eine weiterreichende Kalender- und Kommunikationsfunktionalität verfügt, sondern den Studierenden zudem jederzeit einen individuellen persönlichen Überblick über ihre erzielten und noch offenen Leistungen gewährleistet.

Blick ins Publikum
Dozenten, Betreuer und Studenten der ISEC-HdW bei der Semestereröffnung in der Chambre de Commerce

Nach einer kurzen Q&A-Runde lud die ISEC die Studierenden zu einem kleinen Network-Cocktail ein, bei dem ausgiebig Möglichkeiten zum gegenseitigen Kennenlernen und dem Austausch von Informationen bestand.




Ihr Ansprechpartner für alle Fragen zum Studium an der ISEC Hochschule ist Frau Antje Weber.



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